
Energetische Modernisierung der Wärmeversorgung
Die Wärmeversorgung der Liegenschaft des Landwirtschaftlichen Untersuchungswesen in der Schiepziger Straße in Halle (Saale) erfolgte bislang über eine zentrale Heizungsanlage mit zwei heizölbetriebenen Niedertemperaturkesseln mit je 250 Kilowatt. Über ein Nahwärmenetz wurden die einzelnen Gebäudeteile mit Wärme versorgt. Aufgrund des Alters der Anlage kam es zunehmend zu Störungen, wodurch die Versorgungssicherheit beeinträchtigt wurde. Gleichzeitig entsprach die bestehende Technik nicht mehr den aktuellen Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz. Um die Betriebssicherheit zu erhöhen und den Energieverbrauch zu senken, wurde eine umfassende Modernisierung der Wärmeversorgung umgesetzt.
Mehr Effizienz und Versorgungssicherheit
Im Rahmen der Maßnahme wurde die bestehende Heizungsanlage durch zwei moderne Gas-Brennwertkessel mit einer Leistung von jeweils 220 Kilowatt ersetzt. Trotz der geringeren installierten Leistung ermöglicht die hocheffiziente Brennwerttechnik eine bedarfsgerechte, wirtschaftliche Wärmebereitstellung. Zudem wurde die Anlage um ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer elektrischen Leistung von 50 Kilowatt ergänzt. Die gekoppelte Produktion von Strom und Wärme ermöglicht eine hohe Ausnutzung des Energieträgers und reduziert den erforderlichen Fremdenergiebezug. Die hierfür erforderlichen Pufferspeicher sowie das BHKW wurden im bislang ungenutzten Dachgeschoss des Wirtschaftsgebäudes untergebracht. Durch den Wechsel des Energieträgers sowie den Einsatz eines Blockheizkraftwerks werden die Betriebskosten reduziert und die CO2-Emissionen gegenüber dem bisherigen Heizbetrieb messbar verringert.
Die potenzielle CO2-Einsparung wird aktuell ermittelt.
Die Reduzierung von Treibhausgasemissionen erfordert einen systematischen Ansatz – von der Erzeugung bis zur Nutzung.
Die Partnerschaft im Rahmen der Energie-Initiative ermöglicht dieses systemische Vorgehen: Wir betrachten sowohl die Bereitstellungsseite der Daseinsvorsorge, als auch die der Verwendung. Durch diese ganzheitliche Betrachtung lassen sich wirksame und wirtschaftlich tragfähige Lösungen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen ableiten. Schritt für Schritt reduzieren wir die Klimawirkung unserer Produkte und Dienstleistungen. Gleichzeitig bleiben die Preise für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Halle (Saale) bezahlbar.
Dabei spielen drei verschiedene Dimensionen eine Rolle.
Maßnahmen: Die Bandbreite an Möglichkeiten von Maßnahmen der Vermeidung bzw. Verminderung bis hin zur Dekarbonisierung und Kompensation.
Verbraucherperspektive: Die Perspektive der privaten oder gewerblichen Verbraucherinnen und Verbraucher sowie unserer Mobilitätskundinnen und -kunden und der industriellen Verbraucher.
Bereitstellungsperspektive: Die Perspektive der Bereitstellung von Wärme, Strom, Wasser und der Lieferketten sowie der Wasser und Abwasserversorgung und des Recyclings.
Zeitraum der Umsetzung: 2020 - 2021
Zielstellung:
– Sichere Heizungsversorgung
– Umwelttechnischer Zugewinn
– Energiekosten einsparen durch Umstellung des Energieträgers
Stand: 09/2026
Träger des Projekts: