
Erdgas wird durch Fernwärme ersetzt
Im Lutherviertel West sind eine alte, dezentrale Gasbrennwerttherme sowie drei Gaszentralheizungen in Betrieb. Damit beruht die Wärmeversorgung momentan vollständig auf dem fossilen Energieträger Erdgas. Fernwärme ist über das Nahwärmenetz im Ostquartier anliegend. Die Stromversorgung läuft über die EVH GmbH.
Blockheizkraftwerk mit Pufferspeicher geplant
Der Bau eines Nahwärmenetzes mit einer Wärmezentrale im westlichen Lutherviertel löst alte Anlagen ab. Die Bauverein Halle & Leuna eG plant die Errichtung eines Blockheizkraftwerks inklusive Pufferspeicher. Fernwärme wird zur Spitzenlastabdeckung genutzt. Die Fernwärmebereitstellung erfolgt über das Kraftwerk Dieselstraße. Optional soll ein Power-to-heat-Modul vorbereitet werden.
Die Ablösung der veralteten Gasversorgungssysteme durch ein effizienteres Nahwärmenetz in Kombination mit Fernwärme vermindert die Treibhausgasemissionen um rund 250 Tonnen im Jahr.
Die Reduzierung von Treibhausgasemissionen erfordert einen systematischen Ansatz – von der Erzeugung bis zur Nutzung.
Die Partnerschaft im Rahmen der Energie-Initiative ermöglicht dieses systemische Vorgehen: Wir betrachten sowohl die Bereitstellungsseite der Daseinsvorsorge, als auch die der Verwendung. Durch diese ganzheitliche Betrachtung lassen sich wirksame und wirtschaftlich tragfähige Lösungen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen ableiten. Schritt für Schritt reduzieren wir die Klimawirkung unserer Produkte und Dienstleistungen. Gleichzeitig bleiben die Preise für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Halle (Saale) bezahlbar.
Dabei spielen drei verschiedene Dimensionen eine Rolle.
Maßnahmen: Die Bandbreite an Möglichkeiten von Maßnahmen der Vermeidung bzw. Verminderung bis hin zur Dekarbonisierung und Kompensation.
Verbraucherperspektive: Die Perspektive der privaten oder gewerblichen Verbraucherinnen und Verbraucher sowie unserer Mobilitätskundinnen und -kunden und der industriellen Verbraucher.
Bereitstellungsperspektive: Die Perspektive der Bereitstellung von Wärme, Strom, Wasser und der Lieferketten sowie der Wasser und Abwasserversorgung und des Recyclings.
Zeitraum der Umsetzung: 2023 - 2050
Zielstellung:
Schaffung einer virtuellen und bilanziellen Selbstversorgung mit Wärme und Strom durch wirtschaftlichere, preisstabilere, energieeffizientere und CO2-ärmere Anlagen
Förderung:
Ungewiss, ggf. Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (Wärmenetzsysteme 4.0)
Stand: 07/2022
Träger des Projekts: