Sektor: Gebäude

BHKW-geführtes Nahwärmenetz Lutherviertel Ost

Foto: Bauverein Halle & Leuna eG – Marcus Illgenstein

Zukünftig mit Power-to-heat-Modul

Das Nahwärmenetz hat eine Länge von 1.150 m und seine Wärmezentrale in der Lutherstraße. Ein Blockheizkraftwerk mit 500 kW thermischer und 385 kW elektrischer Leistung sowie ein Pufferspeicher versorgen die Mietenden mit ausreichend Wärme und Strom. Für die Abdeckung der Spitzenlast erfolgt der Fernwärmebezug über den Energiepark Dieselstraße. Zukünftig wird es möglich sein, ein Power-to-heat-Modul zu implementieren.

Die Ablösung der veralteten Gasversorgungssysteme durch ein Nah-/Fernwärmenetz vermindert die Treibhausgasemissionen jährlich um rund 900 Tonnen.

Vermindern
Private Haushalte
Wärme/Kälte

Die Reduzierung von Treibhausgasemissionen erfordert einen systematischen Ansatz – von der Erzeugung bis zur Nutzung.

Die Partnerschaft im Rahmen der Energie-Initiative ermöglicht dieses systemische Vorgehen: Wir betrachten sowohl die Bereitstellungsseite der Daseinsvorsorge, als auch die der Verwendung. Durch diese ganzheitliche Betrachtung lassen sich wirksame und wirtschaftlich tragfähige Lösungen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen ableiten. Schritt für Schritt reduzieren wir die Klimawirkung unserer Produkte und Dienstleistungen. Gleichzeitig bleiben die Preise für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Halle (Saale) bezahlbar.

Dabei spielen drei verschiedene Dimensionen eine Rolle.

Maßnahmen: Die Bandbreite an Möglichkeiten von Maßnahmen der Vermeidung bzw. Verminderung bis hin zur Dekarbonisierung und Kompensation.

Verbraucherperspektive: Die Perspektive der privaten oder gewerblichen Verbraucherinnen und Verbraucher sowie unserer Mobilitätskundinnen und -kunden und der industriellen Verbraucher.

Bereitstellungsperspektive: Die Perspektive der Bereitstellung von Wärme, Strom, Wasser und der Lieferketten sowie der Wasser und Abwasserversorgung und des Recyclings.

Zeitraum der Umsetzung: 2017 - 2045

Zielstellung:

Die dezentralen Energieerzeugungsanlagen werden nach und nach durch wirtschaftlichere, preisstabilere, energieeffizientere und CO2-ärmere ersetzt. Das zukünftige Versorgungssystem soll auf regenerativen Energien basieren.

Förderung:

Bauliche Umsetzung ist eigenfinanziert, Begleitung des Umbaus durch das Energetische Sanierungsmanagement, gefördert durch KfW 432 (Teil B)

Stand: 07/2022

Träger des Projekts: