
Herausforderungen der E-Mobilität
Durch die Mobilitätswende hat sich der Elektroantrieb als alternative Antriebsart etabliert. Für diese Technologie besteht jedoch im Raum Halle (Saale), im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen, noch keine flächendeckend ausgebaute Ladeinfrastruktur. Dadurch entsteht beim Kauf eines Elektrofahrzeugs eine Hemmschwelle, da das Aufladen nicht „wie gewohnt“ an einer Tankstelle erfolgen kann. Viele Menschen entscheiden sich daher aus Gewohnheit und Bequemlichkeit beim Fahrzeugneukauf weiterhin für einen Verbrennungsmotor mit Diesel oder Benzin.
Ausbaustufen der E-Mobilität
Das Elektromobilitätskonzept umfasst drei zentrale Abschnitte. Zunächst wird die Struktur des städtischen Fuhrparks analysiert. Dabei werden technische Ausstattung, Mobilitätspraxis und Auslastung untersucht, um das Potenzial zur Elektrifizierung kommunaler Fahrzeuge einzuschätzen. Gleichzeitig wird der zukünftige Ladebedarf an neun Verwaltungsstandorten bis 2030 prognostiziert. Im zweiten Abschnitt werden die gewonnenen Erkenntnisse auf gewerbliche Akteure in Halle (Saale) übertragen. Ziel ist es, Musterlösungen und Umsetzungsstrategien für die Elektrifizierung betrieblicher Flotten zu entwickeln, unterstützt durch eine Online-Unternehmensbefragung für praxisnahe Ergebnisse. Der dritte Abschnitt widmet sich der Erstellung eines kommunalen und regionalen Ladeinfrastrukturkonzeptes. Mithilfe des GIS‑Tools „EECHARGIS“ wird der Ladebedarf bis 2025, 2030 und 2035 ermittelt. Dadurch entsteht eine fundierte Planungsgrundlage für einen effizienten, bedarfsgerechten Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Förderung der Elektromobilität in der Stadt.
Die eingesparten Emissionen werden derzeit ermittelt.
Klimaneutralität zu erreichen ist eine komplexe Aufgabe. Wir brauchen einen systemischen Ansatz.
Die Partnerschaft im Rahmen der Energie-Initiative ermöglicht dieses systemische Vorgehen: Wir betrachten sowohl die Bereitstellungsseite der Daseinsvorsorge, als auch die der Verwendung. Nur durch diese ganzheitliche Betrachtung sind volkswirtschaftlich sinnvolle Lösungen zur Erreichung der Klimaneutralität möglich. Damit werden wir und unsere Produkte / Dienstleistungen nicht nur klimaneutral, sondern bleiben für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Halle (Saale) auch weiterhin bezahlbar.
Wir betrachten dabei verschiedene Dimensionen:
Maßnahmen: Die Bandbreite an Möglichkeiten von Maßnahmen der Vermeidung bzw. Verminderung bis hin zur Dekarbonisierung und Kompensation.
Verbraucherperspektive: Die Perspektive der privaten oder gewerblichen Verbraucherinnen und Verbraucher sowie unserer Mobilitätskundinnen und -kunden und der industriellen Verbraucher.
Bereitstellungsperspektive: Die Perspektive der Bereitstellung von Wärme, Strom, Wasser und der Lieferketten sowie der Wasser und Abwasserversorgung und des Recyclings.
Zeitraum der Umsetzung: 2023 - 2024
Zielstellung:
Elektrifizierung der kommunalen Fahrzeugflotten, Konzeption von Elektromobilitätsangeboten, Ausbau der Ladeinfrastruktur, Beratungsangebote für gewerbliche Akteure in der Stadt Halle (Saale) und Information zu Förderprogrammen im Rahmen der Elektromobilität.
Förderung:
Bundesministerium für Digitales und Verkehr
Weitere Informationen:
Beteiligte Unternehmen
EcoLibro GmbH, Leipzig
Fachbereich Mobilität, Stadt Halle (Saale)
Team Fuhrpark, Stadt Halle (Saale)
Stand: 02/2026
Träger des Projekts: