
Abwärme-Potentialanalyse
Die Nutzung industrieller Abwärme aus dem Umland kann dazu beitragen, CO2‑Emissionen in der Fernwärmeversorgung zu reduzieren. Voraussetzung ist eine geeignete Verdichtung des Fernwärmenetzes, damit zusätzliche Abwärmequellen technisch integriert werden können. Mit Hilfe der Vorsondierung bei den Energieversorgern und Industriekunden sowie deren technologischen Dekarbonisierungspfad ist eine standortspezifische Abwärme-Potentialanalyse über 15 bis 20 Jahre möglich.
Nutzung industrieller Abwärme
Der Wärmebedarf von Mittel- und Großstädten nimmt aufgrund von energetischen Gebäudemodernisierungen spürbar ab. Eine wirkungsvolle Reduzierung der Emissionen aus Prozessen der Kraft-Wärme-Kopplung ist, beschränkt auf das Stadtgebiet, schwer umzusetzen. Daher liegt ein weiterer Fokus auf der Abwärme, die aus dem Umland generiert werden kann.
Mit erfolgreichem Abschluss der Maßnahme können Verbrauchswerte zur genauen Berechnung der CO2-Einsparung definiert werden.
Die Reduzierung von Treibhausgasemissionen erfordert einen systematischen Ansatz – von der Erzeugung bis zur Nutzung.
Die Partnerschaft im Rahmen der Energie-Initiative ermöglicht dieses systemische Vorgehen: Wir betrachten sowohl die Bereitstellungsseite der Daseinsvorsorge, als auch die der Verwendung. Durch diese ganzheitliche Betrachtung lassen sich wirksame und wirtschaftlich tragfähige Lösungen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen ableiten. Schritt für Schritt reduzieren wir die Klimawirkung unserer Produkte und Dienstleistungen. Gleichzeitig bleiben die Preise für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Halle (Saale) bezahlbar.
Dabei spielen drei verschiedene Dimensionen eine Rolle.
Maßnahmen: Die Bandbreite an Möglichkeiten von Maßnahmen der Vermeidung bzw. Verminderung bis hin zur Dekarbonisierung und Kompensation.
Verbraucherperspektive: Die Perspektive der privaten oder gewerblichen Verbraucherinnen und Verbraucher sowie unserer Mobilitätskundinnen und -kunden und der industriellen Verbraucher.
Bereitstellungsperspektive: Die Perspektive der Bereitstellung von Wärme, Strom, Wasser und der Lieferketten sowie der Wasser und Abwasserversorgung und des Recyclings.
Zeitraum der Umsetzung: 2022 - 2023
Zielstellung:
CO2-Einsparung durch Nutzung mittelfristig unvermeidbarer industrieller Abwärme aus dem nahen Umland
Stand: 09/2022
Träger des Projekts: