
Versorgungsnetz des Stadtgebietes
Über 95 Prozent aller Gebäude werden in Halle (Saale) leitungsgebunden mit Wärme versorgt. Ein flächendeckendes Gasnetz versorgt dabei einen Großteil der Haushalte der Stadt. Innerhalb der letzten Jahre wurde das Ortsverteilnetz im Niederdruckbereich umfangreich modernisiert. So konnten zum Beispiel die stark störungs- und leckagebehafteten Graugussleitungen komplett ausgewechselt werden.
Ganzheitliche Infrastrukturplanung
Gleichzeitig wird eine klare Infrastrukturplanung vorangetrieben. Zur Vermeidung doppelter Infrastrukturen wird in Gebieten mit geplanten Fernwärmeausbau das Gasnetz ausgedünnt und teilweise zurückgebaut, so dass beide Netzstrukturen effizient betrieben werden können.
Die Modernisierung des Gasnetzes schont Ressourcen und reduziert Emissionen.
Die Reduzierung von Treibhausgasemissionen erfordert einen systematischen Ansatz – von der Erzeugung bis zur Nutzung.
Die Partnerschaft im Rahmen der Energie-Initiative ermöglicht dieses systemische Vorgehen: Wir betrachten sowohl die Bereitstellungsseite der Daseinsvorsorge, als auch die der Verwendung. Durch diese ganzheitliche Betrachtung lassen sich wirksame und wirtschaftlich tragfähige Lösungen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen ableiten. Schritt für Schritt reduzieren wir die Klimawirkung unserer Produkte und Dienstleistungen. Gleichzeitig bleiben die Preise für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Halle (Saale) bezahlbar.
Dabei spielen drei verschiedene Dimensionen eine Rolle.
Maßnahmen: Die Bandbreite an Möglichkeiten von Maßnahmen der Vermeidung bzw. Verminderung bis hin zur Dekarbonisierung und Kompensation.
Verbraucherperspektive: Die Perspektive der privaten oder gewerblichen Verbraucherinnen und Verbraucher sowie unserer Mobilitätskundinnen und -kunden und der industriellen Verbraucher.
Bereitstellungsperspektive: Die Perspektive der Bereitstellung von Wärme, Strom, Wasser und der Lieferketten sowie der Wasser und Abwasserversorgung und des Recyclings.
Zeitraum der Umsetzung: seit 2004
Zielstellung:
Strategische Optimierungen des Netzes unter den Prämissen Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Stetige Reduzierung der Störungen und Leckagen durch Erneuerung/Instandsetzung und Anpassung des Anlagen- und Leitungsbestandes.
Stand: 09/2024
Träger des Projekts: